Gedeckter Einschnitt Meyrin – Ingenieurbauwerk 2502

Tiefbau

DIE AUSGANGSLAGE

Fast 25’000 Fahrzeuge befahren täglich den gedeckten Einschnitt Meyrin, eine wichtige Verkehrsachse zwischen der französischen Grenze, dem CERN und der Genfer Innenstadt. Der im Jahr 2011 eröffnete Tunnel ermöglicht den oberirdischen Verkehr der Strassenbahn und entlastet die Ortschaft Meyrin von einem Grossteil des Pendlerverkehrs. Eindringendes Wasser und der starke Verkehr haben jedoch im Laufe der Jahre ihre Spuren am Bauwerk hinterlassen. Fünfzehn Jahre nach seiner Eröffnung waren daher umfassende Sanierungsmassnahmen erforderlich.

 

 

DIE HERAUSFORDERUNG

Die Arbeiten fanden in einem teilweise unterirdisch gelegenen Bauwerk statt, was die Arbeitsbedingungen erschwerte und umfassende Sicherheitsmassnahmen erforderte. Eine ausgezeichnete Logistik und ein präzises Zeitmanagement waren unerlässlich, um die Arbeiten so schnell wie möglich durchzuführen und die Einschränkungen dieser strategisch wichtigen Verkehrsachse möglichst gering zu halten. Darüber hinaus sollten die Arbeiten die Anwohner möglichst wenig beeinträchtigen.

 

 

DIE LÖSUNG

Die GROUPE TRAVAUX SPECIAUX (GTS) wurde mit der Sanierung des gedeckten Einschnittes beauftragt. Neun Monate lang sperrten etwa ein Dutzend Mitarbeiter des Unternehmens vier Nächte pro Woche von 21 bis 4 Uhr morgens den Tunnel für den Verkehr, um Arbeiten an den Wänden und der Decke durchzuführen. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Arbeiter sowie auf das Risiko von Umweltverschmutzungen gelegt. Um die Lärmbelästigung zu verringern, kamen Schallschutzplanen zum Einsatz.

 

 

DAS TIMING

Die Bauarbeiten begannen Anfang November 2025 und sollen Ende Juli 2026 abgeschlossen sein. In den ersten drei Monaten wurden die durch eindringendes Wasser beschädigten Teile abgetragen. Erst ab Februar konnten die Arbeiten im Zusammenhang mit der Rissinjektion, dem Verfüllen der Hohlräume mit Mörtel und andere Korrosionsschutzmassnahmen vorangetrieben werden.

 

 

DIE PRODUKTE

Auf dieser Baustelle wurde nichts dem Zufall überlassen. Unter den hochmodernen Produkten, die zur Eindämmung von Wassereinsickerungen eingesetzt werden, setzt GTS vor allem auf SPETEC® SEAL F400 von Cermix. Dieses niedrigviskose Polyurethan-Injektionsharz verhindert das Eindringen von Wasser in Beton und Mauerwerk. Bei Kontakt mit Wasser dehnt sich SPETEC® SEAL F400 aus, verwandelt sich in Polyurethanschaum und haftet als dauerhafte Dichtung im Inneren des Risses oder der Fuge.

 

Nach dem Aushärten weist SPETEC® SEAL F400 eine hohe Festigkeit und eine gute chemische Beständigkeit auf. Darüber hinaus ist es umweltfreundlich und widerstandsfähig gegen biologische Einflüsse.

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